Photography




"Die Kunst besteht darin, die anderen Menschen fühlen zu lassen, was wir fühlen, sie von sich selbst zu befreien und ihnen unsere Persönlichkeit für diese besondere Befreiung anzubieten." →


"Ich bin der Zwischenraum zwischen dem, was ich bin, und dem, was ich nicht bin, zwischen dem, was ich träume, und dem, was das Leben aus mir gemacht hat." Fernando Pessoa – Das Buch der Unruhe

Es ist mehr oder weniger dieser Zwischenraum, den ich mit meiner Fotografie "dokumentieren" und zeitgleich erforschen will, eine Art Selbstfindungsakt, in Form einer subjektiven, symbolischen und teils fiktiven Reise zu den Wurzeln dessen, was ich war oder sein wollte, und was das Leben aus mir gemacht hat.

Wir sind Durchreisende in dieser Welt, sei es reell oder imaginär. Was davon in uns zurückbleibt, sind unsere Emotionen – das, was uns je innerlich bewegt hat: flüchtige Eindrücke, Interaktionen, Erinnerungen an Menschen und Orte, die uns geprägt haben – ob wahrhaftig oder in der Phantasie –, letztendlich Empfindungen, eine subjektive, teils entrückte Realität und eine im Kern dynamische, sich permanent entwickelnde Identität. Spuren, die unsere Erfahrungen in uns hinterlassen haben, die Bilder im Kopf.

Meine Arbeiten sind als mediative (und zugleich meditative), trans-versale Raumzeit-Reise zu verstehen, ein Erhebungsversuch gegen das Vergessen – das eigene und das kollektive –, die Vergänglichkeit, dessen Ausdruck durch ein klares, minimalistisches, beinahe nüchternes Konzept eine eigene, abgeklärte Flüchtigkeit entwickelt, wie ein "Zauber des seitlich dran Vorbeigehens". (Max Goldt)