Transient silence ‒ Galerie Display Köln


 

 

Dauer der Ausstellung: 01. bis 14. Aug. 2015

 

Galerie DISPLAY

Höninger Weg 218 b

50969 Köln

 

 

 

Begleittext:

 

Vorübergehende Stille – „der Titel lässt schon ahnen, worum es hier geht: „transient“ in seinem ursprünglichen Sinne (vom lateinischen transire = durchqueren, durch-ziehen), aber auch im Sinne von vergänglich, passager, vorübergehend; „silence“ – Stille, Schweigen, Lautlosigkeit. Die Intention der Künstlerin ist, uns mit dieser Bilder-auswahl auf eine leise, meditative, transversale Raumzeit-Reise mitzunehmen, deren verschwiegene Zeugin und zugleich Protagonistin sie ist“, sagt Dr. Bernd Kowald über die Ausstellung von Cami Chepetan.

 

Cami Chepetan schafft es in ihrer Fotografie, die ersten Blüten im Frühjahr wie eine kleine Drohung/ Warnung aussehen zu lassen, die rosa-zarten Knospen scheinen, vordergründig verschattet, nur auf ihren baldigen Frosttod zu warten, gleichzeitig in stillem Bewusstsein, dass Neues aus Altem hervorgeht, Schönheit aus Finsternis, Erhabenes im Verborgenen entsteht und beides im Kunstwerk – wie im Leben – vereint sind. Das Geheimnis schützt sich selbst, wie eine fahrende Festung, neben der die Natur bloß ein vorbeirauschender Schleier ist, öde, eintönig, in einer Art solidarischer Symbiose die innere Hoffnungslosigkeit unterstreichend.

 

Wie unterschiedlich doch die Geschwindigkeiten sein können, zwischen Fallen und Schweben.

 

Eine Schaumkante erinnert an ein utopisches Wesen oder an einen Mikroorganismus, als Beginn jeglichen Lebens – und Startpunkt der Ausstellung. Die Bilder folgen einem unsichtbaren roten Faden, es gibt einen Anfang und ein Ende, dazwischen Erinnerungen, Reflexionen über Leben, Natur, Zeit, Vergänglichkeit, Tod. Am Ende offenbart sich das Ziel dieser (inneren) Reise: eine kontemplative, absolute, überlegene STILLE – als höchste Form der Weisheit und der Versöhnung mit sich und der Natur. Ein Zyklus schließt sich, bevor die nächste Reise beginnt …

 

Text: Corinna König